Lernziele und Lernweg
Arbeite zuerst die Grundlagen durch. Löse danach das Lizenzquiz und erstelle eine kleine rechtssichere Präsentation oder Webseite.
- Ich kann Urheber, Werk, Nutzungsrecht und Quelle erklären.
- Ich kann bei Musik, Videos, Screenshots und Bildern die Nutzung prüfen.
- Ich kann eine Creative-Commons-Lizenz lesen und eine korrekte Quellenangabe erstellen.
- Ich kann erklären, warum KI-generierte Inhalte ebenfalls geprüft werden müssen.
1. Was schützt das Urheberrecht?
Das Urheberrecht schützt persönliche geistige Schöpfungen, zum Beispiel Texte, Fotos, Zeichnungen, Musik, Videos, Filme, Computerprogramme und Webseiten. Die Person, die ein solches Werk geschaffen hat, ist der Urheber.
Urheberrecht bedeutet nicht, dass niemand ein Werk ansehen darf. Es regelt vor allem, wer es vervielfältigen, bearbeiten, öffentlich zeigen oder online veröffentlichen darf. Das Herunterladen eines Bildes bedeutet daher nicht automatisch, dass du es in deiner Präsentation oder auf einer Webseite verwenden darfst.
Merke: „Es steht im Internet“ ist keine Lizenz. Auch ein Screenshot, ein Musikstück in einem Video oder ein fremdes Meme kann geschützt sein.
2. Nutzung im Unterricht und Veröffentlichung
Für Unterricht und private Lernaufgaben können besondere Regeln gelten. Trotzdem solltest du immer die Quelle nennen und die Vorgaben deiner Lehrkraft beachten. Eine Veröffentlichung auf einer öffentlich erreichbaren Webseite oder in sozialen Medien ist etwas anderes als eine Datei, die nur in der Klasse bleibt.
3. Creative Commons verständlich
Creative Commons (CC) ist ein System von Lizenzen. Urheber können damit festlegen, unter welchen Bedingungen andere ihr Werk verwenden dürfen. Die Lizenz ersetzt nicht die Quellenangabe.
Achtung: Mehrere Kürzel werden kombiniert. Bei „BY-NC-ND“ brauchst du Namensnennung, darfst nicht kommerziell nutzen und darfst das Werk nicht verändern.
Interaktives Lizenzquiz
Du möchtest ein CC-BY-ND-Foto zuschneiden und die bearbeitete Version in deine öffentliche Webseite einbauen. Ist das erlaubt?
4. Quellenangaben richtig erstellen
Eine gute Quellenangabe ermöglicht anderen, das Werk wiederzufinden und den Urheber zu erkennen. Schreibe möglichst diese Angaben auf:
- Name des Urhebers oder der Urheberin
- Titel oder kurze Beschreibung des Werkes
- Quelle oder Link
- Lizenz und Lizenzlink
- Hinweis auf Bearbeitung, zum Beispiel „zugeschnitten“
- Abrufdatum, wenn die Seite sich verändern kann
Beispiel:
5. Eigenarbeit: Rechtssichere Präsentation oder Webseite
Erstelle eine kurze Präsentation oder Webseite zu einem Thema der Digitalen Grundbildung.
- Verwende mindestens ein Bild, eine Grafik oder ein Musikstück mit klarer Lizenz.
- Notiere die vollständige Quellenangabe direkt beim Inhalt oder auf einer Quellenfolie.
- Verwende ein eigenes Element, zum Beispiel einen selbst geschriebenen Text oder eine eigene Zeichnung.
- Wenn du KI verwendest, notiere das verwendete Werkzeug und wofür du es eingesetzt hast.
- Prüfe vor der Abgabe: Darf ich den Inhalt bearbeiten und öffentlich zeigen?