Lernziele
- Ich kann Elektroschrott, Reparierbarkeit und Lebensdauer erklären.
- Ich kann den Energiebedarf von Streaming, Cloud und KI kritisch einordnen.
- Ich kann digitale Barrierefreiheit an Beispielen prĂĽfen.
- Ich kann Chancen, Risiken und Folgen eines technischen Produkts abwägen.
Elektroschrott und Reparierbarkeit
Digitale Geräte brauchen Rohstoffe, Energie und Transport. Am Ende entstehen Elektronikabfälle. In Österreich dürfen Elektrogeräte nicht einfach im Restmüll landen; sie gehören zu geeigneten Sammelstellen. Akkus und Batterien müssen getrennt und sicher abgegeben werden.
Reparierbarkeit beschreibt, wie leicht ein Gerät geöffnet, repariert und mit Ersatzteilen versorgt werden kann. Ein austauschbarer Akku, verfügbare Ersatzteile, lange Softwareupdates und verständliche Reparaturanleitungen verlängern die Nutzungsdauer.
Die nachhaltigste Entscheidung ist oft nicht das neueste Gerät, sondern das vorhandene länger zu verwenden, zu reparieren, weiterzugeben oder korrekt zu recyceln.
Geräte-Entscheidung
Dein Handy funktioniert noch, aber ein neues Modell erscheint. Welche Reihenfolge ist nachhaltig?
Energie: Streaming, Cloud und KI
Digitale Angebote brauchen Energie für dein Gerät, das Netzwerk und Rechenzentren. Streaming in hoher Auflösung überträgt mehr Daten. Cloud-Dienste speichern Dateien auf Servern, die gekühlt, gewartet und mit Strom versorgt werden. KI-Dienste benötigen für Training und Nutzung ebenfalls Rechenleistung.
Der genaue Energieverbrauch hängt von Gerät, Auflösung, Datenmenge, Rechenzentrum und Stromquelle ab. Deshalb sind pauschale Aussagen wie „digital ist immer klimafreundlich“ oder „jede KI-Anfrage ist gleich schädlich“ zu einfach.
- Auflösung und Autoplay bewusst wählen.
- Dateien und Fotos regelmäßig aufräumen, statt unendlich viele Kopien zu speichern.
- Geräte länger nutzen und Energiesparfunktionen verwenden.
- KI nur einsetzen, wenn sie einen sinnvollen Nutzen bringt.
Digitale Barrierefreiheit
Eine Webseite oder App ist barrierearm, wenn Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten sie nutzen können. Dazu gehören zum Beispiel Seh-, Hör-, Bewegungs- oder Lernbedürfnisse.
- Ăśberschriften strukturieren Inhalte fĂĽr Screenreader.
- Alternativtexte erklären informative Bilder.
- Kontraste und ausreichend groĂźe Schrift verbessern Lesbarkeit.
- Alle Funktionen mĂĽssen mit der Tastatur erreichbar sein.
- Videos brauchen Untertitel; Sprache allein darf nicht die einzige Information sein.
- Einfache Sprache, klare Fehlermeldungen und keine reine Farbcodierung helfen vielen Menschen.
Barrierefreiheits-Check
Welche Änderung hilft einer Person, die keine Maus verwenden kann?
Technikfolgen abschätzen
Vor einer technischen Entscheidung sollten nicht nur Preis und Funktionen zählen. Frage: Wer profitiert? Wer könnte benachteiligt werden? Welche Daten werden gesammelt? Was passiert bei einem Ausfall? Welche Rohstoffe und Energie werden benötigt? Welche Folgen entstehen kurzfristig und langfristig?
Produkt-Score
Bewerte ein fiktives Tablet. Wähle pro Bereich eine Einschätzung und vergleiche anschließend die Punkte.
Eigenarbeit: Technikfolgen-Steckbrief
Wähle ein Produkt oder einen Dienst, zum Beispiel Smartphone, Streamingplattform, KI-Chatbot oder Smartwatch.
- Beschreibe Nutzen und Zielgruppe.
- Untersuche Energie, Rohstoffe und Lebensdauer.
- Prüfe Daten, Barrierefreiheit und mögliche Benachteiligungen.
- Formuliere eine Verbesserung und ein begrĂĽndetes Urteil.